Rigi-Wälder: Hotspots von Schutz und Biodiversität

Die Rigiwälder gehören zu den wichtigsten Schutzwäldern im Kanton Luzern und bergen gleichzeitig eine herausragende Biodiversität
Die Rigiwälder schützen die Siedlungsräume und Kantonsstrasse wirksam vor den herrschenden Naturgefahren Stein- und Blockschlag, Rutschung, Erosion und Murgang sowie Lawinen. Damit der Schutz nachhaltig sichergestellt ist, werden die Wälder seit 1987 nach den einschlägigen Standards der schweizerischen Schutzwaldpflege systematisch gepflegt. Schutzwaldpflege ist präventiv: Nicht die Produktion von Holz steht im Vordergrund, sondern Waldbestände, die vor den genannten Naturgefahren als multifunktionales, biologisches, (gross)flächig wirkendes Schutzsystem zu schützen vermögen.
Im Rigigebiet ereignen sich immer wieder Stein- und Blockabbrüche oder Rutschprozesse, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, weil ihre Spuren im Wald zurückbleiben. «Der Wald steht still und schweiget….»
Eindrücklich unter Beweis gestellt haben die Rigiwälder ihre Widerstandskraft bei den Jahrhundertniederschlägen vom 19. Bis 23 August 2005, auch wenn damals ein Teil der Prozesse bis in die Siedlungsräume hinter gelangt sind und in der Zwischenzeit Dutzende Millionen in Schutzbauten investiert wurden.
Aufgrund ihrer Exposition und des Einflusses des mildernden Seeklimas sind die Rigiwälder wuchsfreudig, artenreich und damit für die Biodiversität äusserst wertvoll. Zahlreich sind seltene Waldgesellschaften wie Weissseggen-, Bergseggen-, Blaugras und Eiben-Steilhang Buchenwälder, die vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten den notwendigen Lebensraum bieten. Mit den Sonderwaldreservaten Chesteneweid-Seeboden in Weggis und Heustücke-Steigelfad-Dossen in Vitznau wird diese biodiverse Bedeutung zusätzlich hervorgehoben.





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